+++ 07:42 Lettland: Russland-Sanktionen sollten verschärft, nicht abgeschwächt werden +++

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Bei einem russischen Raketenangriff im zentralukrainischen Gebiet Poltawa ist eine Öl- und Gasanlage schwer beschädigt worden. Mindestens fünf ballistische Raketen haben in der Nacht die technischen Anlagen getroffen, wie der ukrainische Energiekonzern Naftogaz mitteilt. Diese se...

Bei einem russischen Raketenangriff im zentralukrainischen Gebiet Poltawa ist eine Öl- und Gasanlage schwer beschädigt worden. Mindestens fünf ballistische Raketen haben in der Nacht die technischen Anlagen getroffen, wie der ukrainische Energiekonzern Naftogaz mitteilt. Diese seien zum Zeitpunkt des Angriffs bereits stillgelegt gewesen.Dem Unternehmen zufolge machen die jüngsten Schäden eine Instandsetzung und den Betrieb des Standorts praktisch unmöglich. Der nicht namentlich genannte Komplex sei seit 2022 mehrfach angegriffen worden.

In seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump beriet sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auch zu einer Energiewaffenruhe im Ukraine-Krieg. Man wolle die "Kräfte bündeln, um ein Moratorium für Angriffe auf die Energieinfrastruktur und auf zivile Infrastrukturen in der Ukraine zu erreichen", schreibt der französische Staatschef auf X. "Die Zivilbevölkerung muss geschützt werden, und wir müssen so schnell wie möglich ernsthafte Verhandlungen über die Friedensbedingungen zwischen Russland und der Ukraine aufnehmen." Später traf Macron in New York auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem er wegen der russischen Angriffe Unterstützung verspricht: "Wir verstärken ihre Luftabwehr durch die Unterzeichnung eines Vertrags zur Lieferung von Radarsystemen sowie die Bereitstellung von Abfangraketen."

Der russische Außenminister Sergej Lawrow plant ein Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Das Gespräch sei für morgen angesetzt, sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Moskau der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Einzelheiten nennt er nicht. Eine Bestätigung von US-amerikanischer Seite steht noch aus. Die russisch-amerikanischen Beziehungen sind weiter gespannt, auch wenn US-Präsident Donald Trump sich seines guten Drahts zu Kremlchef Wladimir Putin rühmt.

+++ 11:23 Der "Hexerei" verdächtigt? Achmat Kadyrows Frau soll nach Folter gestorben sein +++ 

Die erste Ehefrau Achmat Kadyrows, des ältesten Sohnes des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow, soll nach Folter gestorben sein. Dies berichtet das unabhängige russischsprachige Portal Verstka, das sich auf die tschetschenische Oppositionsbewegung NIYSO bezieht. Demnach war Petimat Machmatowa mit mehreren Verwandten zuvor entführt worden. Angeblich wurde ihre Familie der "Hexerei" verdächtigt und ihrer Geschäfte beraubt. Mitte Juli heiratete Achmat Kadyrow, der stellvertretender Ministerpräsident und Sportminister des Landes ist, ein zweites Mal. Laut der Nowaja Gaseta Ewropa wird er inzwischen als Nachfolger seines schwer erkrankten Vaters gehandelt.  

In Brüssel kommen die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten wieder zusammen, um die Pattsituation bei der Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland zu lösen. Die Frist für eine schriftliche Bestätigung eines Kompromissvorschlags ist inzwischen bis zum Nachmittag verlängert, wie aus Diplomatenkreisen verlautet. Streitpunkt ist die Aufhebung der Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen, die von Frankreich, der Slowakei und Luxemburg gefordert wird. Die Streichung des russisch-usbekischen Milliardärs Alischer Usmanow und des russischen Milliardärs Michail Fridman von der Sanktionsliste ist Teil eines Kompromisses, der die übrigen Russlandsanktionen gegen rund 3000 Menschen und Organisationen um 36 Monate verlängern würde - statt wie bisher üblich um sechs Monate. Die Frist für die Verlängerung der Sanktionen läuft um Mitternacht aus.

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