+++ 13:02 Ukrainischer Generalstab meldet mehrere Treffer auf Militärinfrastruktur der russischen Armee +++
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte haben eine Reihe wichtiger militärischer Objekte der russischen Besatzer getroffen. Das teilt der Generalstab der Ukraine auf Telegram und anderen sozialen Kanälen mit. Demnach landete das ukrainische Militär unter anderem Treffer einen russischen Startplatz für Angriffsdrohnen, ein russisches Waffenlager, eine Kommandozentrale der russischen Armee sowie eine Fährverbindungsstelle. Der Generalstab weist darauf hin, dass solche Angriffe die Fähigkeit der russischen Truppen zum Einsatz von Drohnen einschränken sollen.
Putins Behauptung, Russland habe im September 2026 Gebietsgewinne an der Front erzielt, ist so realitätsfern, dass sie an Halluzinationen grenzt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Während Putin behaupte, die russischen Streitkräfte hätten im September 1301 Quadratkilometer an verschiedenen Stellungen in der Ukraine erobert, kommen die Analysten zu einer anderen Bilanz. Nach Angaben der ISW-Analysten, die sie belegen können, verzeichnete das russische Militär geringe Gebietsverluste im Monat September. "Putins absurde Behauptungen zeichnen weiterhin ein fiktives Bild der Lage am Schlachtfeld", so die ISW-Analysten. Nach eigenen Angaben können sie nicht beurteilen, ob Putin weiß, dass die von ihm vorgelegten Zahlen falsch sind, oder ob er fiktive Frontdaten akzeptiert, die ihm aufgrund der tief in der russischen militärischen Kommandostruktur verwurzelten Kultur des Lügens vorgelegt werden.
Bei dem russischen Drohnenangriff auf die Nordbrücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew (siehe Eintrag 09:38 und 06:45) sind zwei Menschen verletzt worden. Das teilt der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Ein Verletzter wurde vor Ort medizinisch versorgt. Der andere wurde ins Krankenhaus eingeliefert und wird dort derzeit behandelt, so Klitschko.
Beobachter attestieren Russland Schwächen beim Vormarsch – bis hin zur fehlenden Fähigkeit, an mehreren Frontabschnitten gleichzeitig angreifen zu können. Sicherheitsexperte Ralph Thiele mahnt zur Vorsicht bei solchen Einschätzungen: "Mit diesen Ukraine-euphemistischen Beobachtungen schwächen wir uns selbst".
