+++ 14:47 Ukrainischer Militärsprecher enthüllt neue russische Angriffstaktik +++
Moskau treibt offenbar den Ausbau seiner Produktionskapazitäten voran, um Zehntausende der tödlichen Drohnen herzustellen, die es bei Angriffen auf ukrainische Städte einsetzt. Dies berichtet "Politico" und beruft sich auf Pläne eines russischen Staatsunternehmens. Der Ausbau des Werks Alabuga-Volokno des staatlichen Unternehmens Rosatom in der russischen Region Tatarstan würde es Russland ermöglichen, bis zum Jahr 2029 jährlich zusätzlich 500 Tonnen militärtaugliche Kohlefaser für die Luft- und Raumfahrt herzustellen. Die Produktionssteigerung würde dem Bericht zufolge zu jährlich 28.000 zusätzlichen bewaffneten Drohnen führen – ein Anstieg um 78 Prozent.
Bei einem nächtlichen russischen Angriff auf die südostukrainische Stadt Dnipro sind nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Handscha drei Menschen getötet worden. Das russische Verteidigungsministerium teilt unterdessen mit, die eigenen Streitkräfte hätten einen massiven Schlag gegen Ziele in der Ukraine ausgeführt. Dabei seien Industrie- und Militäranlagen, der Energie- und Treibstoffsektor sowie die Hafeninfrastruktur und Militärschiffe getroffen worden.
Lettland sperrt sich gegen die unter dem Druck einzelner EU-Staaten geplante Aufhebung von Sanktionen gegen die beiden russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman. "Die Haltung der lettischen Regierung ist unverändert geblieben. Die EU-Sanktionen gegen Russland sollten verschärft und nicht abgeschwächt werden. Lettland kann daher dem vorgelegten Vorschlag nicht zustimmen", schreibt Außenministerin Baiba Braze auf X. Auch Regierungschef Andris Kulbergs betont: "Die Verlängerung der Sanktionen um 36 Monate wäre der richtige Schritt. Der Preis dafür darf jedoch nicht die einfache Streichung beider Personen von der Sanktionsliste sein. Lettland kann ein SOLCHES Angebot nicht annehmen." Kulbergs kündigt an, gemeinsam mit Braze mit Brüssel und Paris an einer Lösung zu arbeiten, die den Interessen Lettlands entsprechen würde. Auch beruft er eine Dringlichkeitssitzung der Regierung in Riga ein. In Brüssel sollen heute Morgen erneut die Botschafter der Mitgliedstaaten zu Beratungen zusammenkommen. Sanktionen müssen in der EU einstimmig von den Mitgliedsstaaten beschlossen werden.

