+++ 18:31 Russische Region baut Drohnenabwehr - 7000 Kilometer von der Ukraine entfernt +++

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Die Nato weist eine russische Warnung an das Verteidigungsbündnis als "unverantwortliche Atomwaffen-Rhetorik" zurück. "Ich kann bestätigen, dass Russland ein informelles Schreiben an die Nato übermittelt hat und dass wir darauf geantwortet haben", sagt Nato-Sprecherin Allison Har...

Die Nato weist eine russische Warnung an das Verteidigungsbündnis als "unverantwortliche Atomwaffen-Rhetorik" zurück. "Ich kann bestätigen, dass Russland ein informelles Schreiben an die Nato übermittelt hat und dass wir darauf geantwortet haben", sagt Nato-Sprecherin Allison Hart. "Wir verurteilen nachdrücklich die Androhung jeder Gewaltanwendung, einschließlich jeglicher unverantwortlicher Atomwaffen-Rhetorik", fügt sie hinzu. "Keine unserer Übungen oder Aktivitäten stellt eine Gefahr für irgendeinen Teil Russlands dar." Die russische Botschaft in Brüssel hatte sich an das Bündnis gewandt, um sich über "die provokativen Äußerungen und Handlungen der Führung der Nato sowie der Mitgliedstaaten in Bezug auf die Region Kaliningrad" zu beschweren. Grund sei "die beispiellose Verstärkung der militärischen Aktivitäten des Bündnisses entlang unserer Westgrenzen", teilt die Botschaft auf X mit. Moskau sei "bereit, sein gesamtes Arsenal zur Verteidigung seines Territoriums einzusetzen, sollten Nato-Staaten versuchen, die Region Kaliningrad vom Rest unseres Landes zu isolieren", fügt Moskau in dem informellen Schreiben an die Nato hinzu. Die russische Exklave Kaliningrad grenzt an Polen und Litauen, beides sind Nato-Staaten.  

Die Europäische Union hält die humanitäre Lage im von Russland besetzten Oleschky in der Region Cherson für inakzeptabel und arbeitet daran einen ungehinderten humanitären Zugang zu den Zivilisten in der Stadt zu erreichen, erklärt die Sprecherin der Europäischen Kommission, Eva Hrnčířová. "Die Lage in Oleschky ist inakzeptabel", so Hrnčířová. Sie betont, dass das humanitäre Völkerrecht die Bereitstellung grundlegender Hilfe für von bewaffneten Konflikten betroffene Zivilisten vorschreibt. Die EU fordert humanitären Zugang zu dem Gebiet ohne Diskriminierung oder Behinderung. Laut Hrnčířová muss es Zivilisten zudem ermöglicht werden, die von Kämpfen betroffenen Gebiete sicher und freiwillig zu verlassen. Sie weist darauf hin, dass derzeit erhebliche Einschränkungen humanitäre Organisationen daran hindern, Oleschky zu erreichen, darunter das Fehlen humanitärer Korridore. Oleschky steht seit den Anfängen der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine unter russischer Besatzung. 

Gegen einen mutmaßlichen Russland-Spion erhebt die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf Anklage. Der 53-Jährige aus Attendorn im Sauerland mit ukrainischer Staatsangehörigkeit sei hinreichend verdächtig, spätestens seit November 2025 für einen russischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein, teilt eine Sprecherin der Behörde mit. Der Angeschuldigte soll Informationen über einen Mann in Deutschland gesammelt haben, der sich nach Beginn des russischen Angriffskrieges für die ukrainischen Streitkräfte an Kampfhandlungen beteiligt hatte. Bis zu seiner Festnahme am 27. März 2026 soll er diese Informationen an einen russischen Geheimdienst weitergegeben haben. Die Ausspähaktion habe vermutlich auch der Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson in Deutschland gedient, erklärt die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf zu der Anklage.  

US-Präsident Donald Trump hegt insgeheim Zweifel daran, dass der russische Präsident Wladimir Putin vor dem Winter einem Angriffsstopp auf Energieinfrastruktur mit der Ukraine zustimmen wird. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen dem "Kyiv Independent". Trump hat die Ukraine öffentlich dazu gedrängt, die Angriffe auf russische Energieanlagen einzustellen, während Moskau bislang noch keine Bereitschaft signalisiert hat, eine entsprechende Pause zu akzeptieren. "Herr Selenskyj muss eines tun. Er muss aufhören, die Dieselversorgung in Russland lahmzulegen", sagte Trump am 13. September zu Präsident Selenskyj. Der hat erklärt, Kiew würde einen Energiewaffenstillstand unterstützen. Russland hat den Vorschlag unterdessen als "gute Idee" bezeichnet, sich jedoch öffentlich nicht bereit gezeigt, ihn anzunehmen. Trumps Zweifel stehen im Gegensatz zur optimistischeren Einschätzung seines Teams. Nach ihrer jüngsten Reise nach Russland kehrten Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem Eindruck zurück, dass ein Energiewaffenstillstand möglich sei, wie eine mit den Friedensgesprächen vertraute Person dem "Kyiv Independent" mitteilt.  

Die Behörden in der russischen Region Kamtschatka bauen Infrastruktur auf, um auf mögliche Drohnenangriffe reagieren zu können. Der Gouverneur der Region wurde laut "The Insider" damit beauftragt, die regionale Zweigstelle der Einsatzzentrale des "Einheitlichen Nationalen Zentrums" zu unterstützen. Die koordiniert Reaktionen auf Drohnen-Bedrohungen. Eine Woche zuvor hatten die regionalen Behörden beschlossen, Radargeräte anzuschaffen, um die Energie- und Kraftstoffinfrastruktur zu schützen. Eine Woche vor der Verabschiedung des Beschlusses besuchte der Gouverneur von Kamtschatka, Wladimir Solodow, die russische Region Tula, wo er Systeme begutachtete, die zum Schutz der zivilen Infrastruktur vor Drohnen dienen. Im Anschluss an die Reise erklärte die Regionalregierung von Kamtschatka, die Region werde in Tula hergestellte Radargeräte erwerben, um Energie- und Kraftstoffanlagen vor Angriffen durch Drohnen zu schützen. Die Region Kamtschatka ist Luftlinie knapp 7000 Kilometer von der Ukraine entfernt.  

Plant der Kreml eine neue Mobilmachung, um in der Ukraine wieder nennenswert voranzukommen? Befürchtungen dazu gibt es schon länger, auch die Sicherheitsexpertin Velina Tchakarova hält das für möglich. "Dann könnte eine weitere Offensive für das Jahr 2027 möglich sein", sagt sie im Gespräch mit ntv.

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https://www.n-tv.de/politik/18-52-Kiew-zeigt-sich-bereit-gegenseitige-Angriffe-auf-Energieanlagen-zu-stoppen-id30859357.html
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