+++ 20:45 Ukraine bildet jetzt auch Ausländer für Krieg aus +++

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Russische Truppen sollen bei einem Drohnenangriff im Bezirk Fastiv nahe Kiew eine Frau und zwei Kinder getötet haben. Das teilt der Leiter der Militärregionalverwaltung, Timur Tkachenko, mit. "Eine schreckliche Tragödie", schreibt er in sozialen Netzwerken. "Eine Mutter und zwei ...

Russische Truppen sollen bei einem Drohnenangriff im Bezirk Fastiv nahe Kiew eine Frau und zwei Kinder getötet haben. Das teilt der Leiter der Militärregionalverwaltung, Timur Tkachenko, mit. "Eine schreckliche Tragödie", schreibt er in sozialen Netzwerken. "Eine Mutter und zwei kleine Kinder - ein Mädchen und ein Junge - kamen bei einem feindlichen Angriff ums Leben." Es seien zudem Privathäuser und ein Auto zerstört worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich vom Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes, Oleksandr Poklad, zum aktuellen Stand der Verteidigung informieren lassen. Das teilt das Staatsoberhaupt in sozialen Netzwerken mit. "Die militärische Spionageabwehr des Sicherheitsdienstes hat gute Ergebnisse bei der Bekämpfung reaktiver Märtyrer erzielt", so Selenskyj. "Eine neue Abfangdrohne wurde entwickelt und bereits erfolgreich eingesetzt. Schritt für Schritt verbessern wir den Schutz der Ukraine." Laut ukrainischen Medien würde das von Russland überfallene Land "vier vielversprechende Abfangdrohnenmodelle" an der Front testen. Zudem testeten demnach "etwa zehn weitere Hersteller" ihre Entwicklungen im Kriegsgebiet.

Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in Dnipro sind vier Menschen verletzt worden. Das berichtet der Leiter der regionalen Militärverwaltung Dnipropetrowsk, Oleksandr Ganzha. Zuvor meldete er eine geringere Anzahl an Verletzten. "Alle erhalten die notwendige medizinische Versorgung", heißt es in seinem Beitrag auf Facebook. Dazu teilte er Videoaufnahmen, in denen die Schäden an dem Einkaufszentrum deutlich zu sehen sind. Feuerwehrkräfte befanden sich im Kampf gegen heftige Brände. "Auch in mehreren nahegelegenen Häusern sind Fensterscheiben zu Bruch gegangen", teilt Bürgermeister Borys Filatov mit.

Die Regierung in Kiew genehmigt die Einrichtung eines speziellen Rekrutierungszentrums für Ausländer und Staatenlose innerhalb der Nationalgarde der Ukraine. Das teilt Premierminister Serhij Korezkyj laut einem Bericht der "Kyiv Post" mit. Er erklärt, das spezialisierte Zentrum diene dazu, den Rekrutierungsprozess für ausländische Freiwillige, die einen befristeten Militärdienst anstreben, zu zentralisieren und zu überwachen. Den Ausführungen des Premiers zufolge sollen die Freiwilligen möglichst schnell in die Truppen integriert werden, um die Kräfte an der Front zu verstärken. "Die Rekrutierung ausländischer Freiwilliger für die Verteidigungsstreitkräfte ist eine der Prioritäten des Staates. Es gilt, diese Arbeit auszuweiten und mehr Menschen für die ukrainische Armee zu gewinnen, die bereit sind, unseren Staat gemeinsam mit den Ukrainern zu verteidigen", so Korezkyj.

Die Nato ist bereit, auf eine mögliche russische Eskalation an der Ostflanke zu reagieren. "Das Bündnis ist bereit, die Struktur ist bereit, die Soldaten, die Waffen sind bereit", sagt der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, Admiral Giuseppe Cavo Dragone. Sowohl zahlenmäßig als auch ausrüstungstechnisch sollen die Truppen ausgebaut werden, kündigt er an. Dragone: "Die Verbündeten sind für den Fall einer Eskalation gerüstet. Im Falle eines Angriffs wissen wir, was zu tun ist."

Die Bundeswehr lädt jetzt auch 18-Jährige zur Musterung ein, die im Fragebogen angegeben haben, keinen Wehrdienst leisten zu wollen. Das berichtet die "Berliner Morgenpost" unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium. Seit Juli hätten demnach fast 1000 junge Menschen solch eine Einladung erhalten. Und das soll nur der Anfang sein: Die verpflichtenden Musterungen würden "kontinuierlich entlang der sich stetig erweiterten Musterungskapazitäten weiter erhöht" werden, heißt es im Zeitungsbericht. Bis zum kommenden Juli sollen 24 moderne Musterungszentren entstehen.

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