Auch Engländer an BVB-Star dran: FC Bayern erkundigte sich nach Felix Nmecha - BILD
Führungsspieler. Schlüsselspieler. Ankerspieler. Für Felix Nmecha (25) gibt es bei Borussia Dortmund mittlerweile viele Bezeichnungen. All diese Begriffe sollen unterstreichen, welche Rolle der zentrale Mittelfeldspieler in der neuen Saison spielen soll: eine tragende. Nmecha, der auch bei der WM im DFB-Trikot glänzt, soll neben Jobe Bellingham (20) der Hauptmotor des BVB sein. Die Frage ist nur: Springt er auch in einigen Wochen noch für den Revierklub an?
Nmecha hat sich mit seinen starken Auftritten längst auf die Listen der europäischen Topklubs gespielt. Nach SPORT BILD-Informationen haben sich Manchester City, Manchester United sowie Liverpool nach ihm erkundigt. Auch Real Madrid hat ihn im Visier. Und auch der FC Bayern. Sport-Vorstand Max Eberl (52) kontaktierte zuletzt die Spielerseite, um auszudrücken, dass es sich bei Nmecha um einen sehr interessanten Spieler handele. Dass sich der Rekordmeister schon in diesem Sommer auf der Nmecha-Position verstärkt, ist eher unwahrscheinlich. Und dennoch hat es der Dortmunder auf das Münchener Radar geschafft.+
Dem BVB könnte somit ein heißer Ablöse-Poker bevorstehen. Nmecha, der seinen Vertrag im vergangenen März bis 2030 verlängerte, hat eine Ausstiegsklausel verankert, die jedoch erst ab Sommer 2027 Gültigkeit besitzt. Der Ex-Wolfsburger wäre dann für eine fixe Ablöse zu bekommen, die sich im Bereich von 80 Mio. Euro bewegt. Ein Jahr später, 2028, wären es noch rund 70 Mio. Euro.
In diesem Sommer ist der Preis noch frei verhandelbar. Die Dortmunder Bosse wollen Nmecha keinesfalls abgeben. Flattert jedoch ein Angebot herein, das bei mehr als 100 Mio. Euro liegt, muss und wird die börsennotierte Borussia nachdenken. Die hohen Personalkosten des Klubs (rund 268 Mio. Euro pro Jahr) verpflichten den Klub im Grunde genommen, alle zwei bis drei Jahre eine stattliche Ablösesumme einzunehmen – so wie es 2023 der Fall war, als Jude Bellingham (22) für rund 127 Mio. Euro (inklusive Boni) zu Real Madrid wechselte.
Zumal der Tabellenzweite der vergangenen Saison selbst noch in den kommenden Wochen auf dem Transfermarkt aktiv werden will. Oberste Priorität: ein Nachfolger für Julian Brandt (30) im offensiven Mittelfeld, der für Kreativität und Torgefahr sorgt.
Und Nmecha selbst? Der schließt einen Abgang in diesem Sommer zumindest nicht aus. Auch er wird ins Grübeln kommen, sofern ein Top-Angebot eingeht. Denn klar ist: Nmecha will in seiner Karriere noch hoch hinaus.
Vor allem für die englischen Vereine ist der Mittelfeldspieler hochinteressant – auch aufgrund einer Regelung in der Premier League. Diese besagt: Von den maximal 25 Kaderspielern müssen mindestens acht Profis dabei sein, die sogenannte „homegrown player“ sind. Bedeutet: Unabhängig von seiner Nationalität muss ein „homegrown player“ vor seinem 21. Geburtstag mindestens drei Jahre bei einem Verein auf der Insel ausgebildet worden sein. Eine Voraussetzung, die Nmecha erfüllt. Er spielte in seiner Jugend für Manchester City, bevor er mit 20 Jahren zum VfL Wolfsburg wechselte.
Dabei sah die Welt vor drei Monaten für Nmecha längst noch nicht so rosig aus. Er verletzte sich beim Liga-Spiel gegen den HSV, erlitt eine Außenbandverletzung. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) fürchtete sogar das WM-Aus. Doch Nmecha schuftete in der Reha, kehrte zum Saisonendspurt zurück. Es folgte die entscheidende Maßnahme, die dafür sorgte, dass er sich bei der WM in absoluter Top-Form befindet: Nmecha absolvierte vor dem Turnier ein privates Trainingslager in Portugal. Er reiste mit fünf Trainern bzw. Betreuern in den Süden. Unter anderem mit dabei: Physiotherapeut Malte Gosch, der auch Ex-BVB-Star Mats Hummels (37) jahrelang privat unterstützte. Nmecha schwitzte eine Woche, absolvierte etliche Übungen, um auf dem Platz noch kraftvoller zu sein. Es wirkte.
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