BASF wirft ein Auge auf Konkurrent Evonik
Chemieindustrie BASF wirft ein Auge auf Konkurrent Evonik Stand: 25.09.2026 • 17:37 Uhr
Der Chemieindustrie könnte ein milliardenschwerer Deal bevorstehen: Der Konzern BASF zeigt Interesse am Konkurrenten Evonik. Die Spekulationen haben an der Börse bereits für Bewegung gesorgt.
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat ein Auge auf den Konkurrenten Evonik geworfen. Wie Evonik bestätigte, trat der größere Branchenriese mit einer unverbindlichen Ansprache an das Unternehmen heran. Diese habe sich auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Gesellschaft gerichtet. Gespräche fänden derzeit jedoch nicht statt.
Laut Bloomberg hat BASF seit mehreren Monaten mit Beratern einen Deal sondiert. Die Financial Times berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass BASF in Bezug auf eine Übernahme auch mit der RAG-Stiftung als Evonik-Großaktionärin gesprochen hätte.
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Die Stiftung hält rund 43 Prozent der Anteile an Evonik. Ihre Abhängigkeit von der Chemieindustrie will sie jedoch verringern und hatte erklärt, den Anteil perspektivisch senken zu wollen - auf 25,1 Prozent. Ihr käme bei einer möglichen Transaktion eine Schlüsselrolle zu.
BASF ist gemessen am Umsatz der weltgrößte Chemiekonzern. Nach Berichten der Financial Times will das Unternehmen mit der Übernahme seinen regionalen Fußabdruck sowie seine Produktpalette ausbauen, auch um im Wettbewerb mit chinesischen Anbietern stärker dazustehen.
Die Spekulationen über eine mögliche Übernahme zeigten auch schon Auswirkungen an der Börse. Die Aktien von Evonik gerieten ordentlich in Schwung und legten um mehr als neun Prozent zu, Anteilsscheine von BASF gaben um rund zwei Prozent nach.
Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau | 25.09.2026 | 17:00 Uhr

