Diese Kopfhörer bringen endlich Ruhe auf die Ohren - BILD

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Ob Bürotrubel, Zugrauschen oder Fluglärm: gutes Noise-Cancelling hält störende Geräusche auf Abstand. Unser Test zeigt, welche Over-Ear-Modelle die besten Lärmschlucker sind und auch bei Klang und Ausstattung abliefern.

Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

Hier gibt’s ordentlich was auf die Ohren: Der Sennheiser HDB 630 holt den starken Klang klassischer Kabelkopfhörer in die Bluetooth-Welt.

Im Test klangen Stimmen angenehm natürlich und feine Details glasklar. Kraftvolle, aber sauber dosierte Bässe legten das Fundament. Dazu öffnete der HDB 630 eine beeindruckend breite Bühne. Rückten einzelne Instrumente dabei zu weit auseinander, führte die „Crossfeed“-Funktion beide Klangseiten wieder harmonisch zusammen.

Auch beim Lärmschutz fährt der HDB 630 schwere Geschütze auf. Das Noise-Cancelling blendet störende Geräusche nahezu vollständig aus. Bedient wird über die Touch-Flächen am Gehäuse oder über die übersichtliche „Smart Control Plus“-App. Dort lässt sich auch der Klang nach den eigenen Vorlieben anpassen. Mit den Soundzonen stellt sich der Umgebungsmodus zudem automatisch auf festgelegte Orte ein.

Beim Akku beweist der HDB 630 ebenfalls langen Atem: Mit Noise-Cancelling auf höchster Stufe hielt er in unserem Test mehr als 51 Stunden durch. Für die meisten Nutzer reicht das locker für eine komplette Arbeitswoche.

Trotz der Technik sitzt der 311 Gramm schwere Over-Ear angenehm. Nur große Ohren könnten sich in den kleinen Muscheln etwas eingeengt fühlen. Unterm Strich überwiegen die Stärken deutlich: Wer etwas tiefer in die Tasche greifen kann, bekommt mit dem Sennheiser HDB 630 ein starkes Gesamtpaket.

Mit deutlich unter 100 Euro sichert sich ausgerechnet ein Markenkopfhörer den Titel als Preis-Leistungs-Sieger.

Der Sony WH-CH720N hielt im Test störende Nebengeräusche wirksam draußen. An teure Top-Modelle reicht sein Noise-Cancelling zwar nicht heran, im Alltag macht es aber einen guten Job. Clever: Der Kopfhörer erkennt, ob Nutzer sitzen, laufen oder Zug fahren und kann den zuvor festgelegten Geräuschmodus automatisch auswählen.

Wer schnell wieder etwas von seiner Umgebung mitbekommen möchte, nutzt den Quick Attention Mode. Damit lässt sich die Abschirmung kurzzeitig deaktivieren, etwa wenn die Durchsage am Bahnsteig mal wieder eine Verspätung verkündet. Die passende Beruhigung liefert Sony beim Klang: Im WH-CH720N steckt der V1-Sound-Prozessor, den die Marke auch in teureren Modellen einsetzt. Bluetooth-Multipoint erlaubt außerdem die gleichzeitige Verbindung mit zwei Geräten.

Auch für kurze Sporteinheiten ist der WH-CH720N interessant. Mit 192 Gramm fällt der Over-Ear angenehm leicht aus. Beim Akku legt er sogar eine kleine Überraschung hin: Sony gibt bis zu 35 Stunden an, in unserem Test hielt der Kopfhörer satte 41 Stunden durch. Damit übertraf er die Herstellerangabe um sechs Stunden.

Neben den Ohren der Redaktion liefern Labormessungen objektive und reproduzierbare Ergebnisse. Ein Kunstkopf von Brüel & Kjær mit Mikrofonen in den Gummiohren prüft gemeinsam mit Messtechnik von Audio Precision, ob alle Tonhöhen von 20 bis 20.000 Hertz ausgewogen wiedergegeben werden. Er erfasst außerdem Verzerrungen und die Lautstärke am Smartphone. Liegt diese über 100 Dezibel, führt das wegen möglicher Gesundheitsgefahren zur Abwertung.

In einer schalldichten Testkammer messen wir zudem, wie viel Schall nach außen dringt. Dazu zeichnet ein empfindliches Mikrofon in einem Meter Entfernung die Geräusche des Kopfhörers auf. Schließlich sollen Mitreisende im Zug nicht unfreiwillig mithören. So landet am Ende nicht nur der Höreindruck, sondern auch harte Labortechnik in der Testnote. Mehr über unser Teslabor, unsere Unabhängigkeit und unser Prüfverfahren erfahren Sie hier: So testet der BILD-Kaufberater.

Nein. Noise-Cancelling schadet Ihnen und Ihren Ohren nicht. Im Gegenteil: Aufgrund der guten Abschirmung vor Lärm in der Umgebung können Sie die Wiedergabelautstärke der Kopfhörer meist sogar noch reduzieren, da sie nicht „gegen den Krach ankämpfen“ müssen. Allerdings sollten Sie trotz all der Stille vor allem im Straßenverkehr auf Ihre Umgebung achten oder das ANC zeitweise deaktivieren, damit Sie nicht in einem unvorsichtigen Moment unter die Räder kommen

Die Frage ist eher persönlicher Natur: Wie wichtig ist Ihnen eine aktive Geräuschunterdrückung? Sind Sie häufig auf Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder sitzen Sie im Büro und sind von Lärm schnell genervt? Falls ja, dann lohnt sich ANC. Falls Sie noch nie Noise-Cancelling erlebt haben und deshalb zweifeln, können Sie die Technik vielleicht bei Freunden, Verwandten oder im Technik-Fachmarkt einmal selbst ausprobieren.

ANC hat in der Regel einen höheren Akkuverbrauch und lässt die Laufzeit deutlich schrumpfen. Bei einigen Modellen ist zudem ein leises Rauschen hörbar, wenn die Geräuschunterdrückung eingeschaltet ist. Das nervt vor allem bei ruhigeren Titeln oder kurzen Pausen. Allerdings betreffen diese Probleme vor allem ältere und günstige Modelle.

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https://www.bild.de/kaufberater/die-besten-noise-cancelling-kopfhoerer-im-test/
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