DTM-Spitzenreiter über Titel, Max Verstappen und Rituale: Linkin Park macht Maro Engel rasend - BILD

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Endlich wieder Speed, Spannung und Spritgeruch! Die DTM ist am Wochenende mit dem vorletzten Lauf auf dem Sachsenring zu Gast. Mercedes-Fahrer Maro Engel (41) kommt mit dem hauchdünnen Vorsprung von nur einem Punkt als Spitzenreiter. Das BILD-Interview!

Endlich wieder Speed, Spannung und Spritgeruch! Die DTM ist am Wochenende mit dem vorletzten Lauf auf dem Sachsenring zu Gast. Mercedes-Fahrer Maro Engel (41) kommt mit dem hauchdünnen Vorsprung von nur einem Punkt als Spitzenreiter. Das BILD-Interview!

BILD: Vorletztes Renn-Wochenende, nur einen Punkt Vorsprung DTM-Tabellenführer – mit welchem Gefühl gehen Sie ins Wochenende?

Engel: „Mit einem guten Gefühl. Es ist die bestmögliche Situation, als DTM-Tabellenführer in die Schlussphase der Saison zu gehen. Allerdings gibt es bei den letzten Rennen genauso viele Punkte zu holen wie zu Beginn des Jahres. Insofern ist jedes Wochenende gleich wichtig. Aber natürlich merkt man, dass es Richtung Meisterschaftsendspurt geht. Als Fahrer freut es mich besonders zu sehen, dass das Interesse an der DTM von Jahr zu Jahr wächst und immer mehr Zuschauer an die Strecke kommen – gerade auch zum Saisonende hin. Ich freue mich auf das Wochenende. Der Sachsenring ist für mich eine der schönsten Rennstrecken, die wir in Deutschland haben.“

Was macht den Sachsenring so besonders?

„Diese Berg- und Talfahrt, fast wie eine kleine Nordschleife, macht extrem viel Spaß und ist wunderschön in die Natur eingebettet. Der erste Sektor ist sehr anspruchsvoll und mit dem Omega sowie den engen Kurven technisch geprägt. Danach folgt diese Serie an Linkskurven, die gefühlt immer schneller werden. Besonders oben über die Kuppe, erst links und dann rechts bergab, sind das richtig tolle Passagen. Da spürt man den Grip des Autos besonders und fährt links mit weit über 200 km/h über die Kuppe. Das ist echtes Highspeed und macht richtig Laune.“

Sie kennen die DTM besser als jeder andere. Fällt am Sachsenring eine Vorentscheidung im Titelkampf?

„In den vergangenen Jahren war es in der DTM immer so, dass der Meisterschaftskampf erst beim Finale in Hockenheim entschieden wurde. Alles andere wäre eine Überraschung. Darauf sind wir auch vorbereitet und dafür sind wir bereit.“

Wer wird im Endspurt der gefährlichste Gegner?

„Alle, die hinter mir sind.“ (lacht)

Warum holen Sie in diesem Jahr den Titel?

„In den vergangenen beiden Saisons bin ich jeweils Dritter geworden – und aller guten Dinge sind schließlich drei. Im Ernst: Die vergangenen zwei Jahre mit dem Team waren schon sehr stark und wir haben uns stetig weiter gesteigert. Die Performance, die wir in diesem Jahr gezeigt haben, stimmt mich zuversichtlich für den Saisonendspurt.“

Fußballer ziehen sich gern den linken Schienbeinschoner zuerst an. Was sind Ihre Rituale vor DTM-Rennen?

„Einsteigen und Gas geben! Ich bin in der Hinsicht sicherlich noch ein bisschen Oldschool-Rennfahrer. Vor den Rennen habe ich in der Startaufstellung aber gern meine Kopfhörer auf und höre Musik. Da ist alles Mögliche dabei: Pop, R&B, EDM und teilweise auch ein bisschen Hip-Hop. Linkin Park höre ich ebenfalls regelmäßig. Ich bin zudem gut mit Rea Garvey befreundet, der kommt auch öfter in meiner Playlist vor.“

Wird Ihre Familie mit am Sachsenring sein?

„Nein. Die Ferien sind vorbei, daher muss meine Tochter wieder in die Schule. Ich versuche aber, meine Familie so oft wie möglich dabeizuhaben. Am Norisring und am Nürburgring waren sie zum Beispiel mit vor Ort. Meine Tochter hat dabei großen Spaß. Die DTM bietet Kindern ein tolles Programm, vom Bällebad bis zu abwaschbaren Tattoos. Aber wie alle Eltern müssen wir natürlich auch darauf achten, dass unsere Tochter in die Schule geht und nichts verpasst.“

Sie sind mit Nico Rosberg befreundet. Papa Keke hat einst Ihren Vater überredet, Ihnen ein Kart zu schenken, damit Nico Rosberg und Sie zusammen fahren können. Würden Sie Ihrer Tochter auch eins schenken?

„Wir sind tatsächlich schon mal zusammen Kart gefahren. Zuletzt waren wir in einem Zweisitzer unterwegs, bei dem ich das Lenkrad in der Hand hatte. Kartfahren gefällt ihr, aber aktuell steht es nicht ganz oben auf ihrer Prioritätenliste.“

Beim ADAC Ravenol 24h Nürburgring sind Sie gegen den vierfachen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen gefahren.

„Er saß im Schwesterfahrzeug unseres Mercedes-AMG GT3 und wir hatten unter allen acht Fahrern eine super Atmosphäre. Wir waren gemeinsam in einer Lounge und haben das gesamte Wochenende über viel Spaß gehabt. In der Nacht haben Max und ich uns einen packenden Zweikampf geliefert. Die Jungs am Kommandostand und in der Box waren dabei wahrscheinlich etwas angespannter als wir und haben uns irgendwann gebeten, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Absolut verständlich, immerhin hatten wir dieses Rennen zehn Jahre lang nicht gewonnen und mussten zu diesem Zeitpunkt kein unnötiges Risiko eingehen. Am nächsten Morgen haben Max und ich zusammen gefrühstückt und mit breitem Grinsen über das Duell gesprochen.“

Was macht Max Verstappen als Fahrer so gut?

„Max Talent ist sofort ersichtlich. Gleichzeitig bringt er eine beeindruckende Arbeitsmoral mit. Auch das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist er mit akribischer Vorbereitung angegangen, hat sich komplett integriert und seine technische Expertise eingebracht – immer mit dem Ziel, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“

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