Europäer sehen endlose Probleme: Überstürzter Iran-Deal für Trump-Erfolg befürchtet
Immer wieder betont US-Präsident Trump öffentlich, dass er mit einem schnellen Abkommen mit dem Iran rechne. Europäische Staaten sehen genau darin die Gefahr und befürchten Schlimmes.
Europäische Staaten befürchten Insidern zufolge, dass ein unerfahrenes US-Verhandlungsteam auf ein schnelles, öffentlichkeitswirksames Rahmenabkommen mit dem Iran drängt. Denn dies könnte tiefer liegende Probleme eher zementieren als lösen, verlautete aus Kreisen von Diplomaten mit Erfahrung in den Verhandlungen mit Teheran. Die Sorge sei, dass Washington auf der Suche nach einem diplomatischen Erfolg für Präsident Donald Trump ein oberflächliches Abkommen über das iranische Atomprogramm und die Aufhebung von Sanktionen abschließen könnte. Danach drohten monate- oder jahrelange, technisch komplexe Folgeverhandlungen.
"Die Sorge ist nicht, dass es kein Abkommen geben wird", sagte ein hochrangiger europäischer Diplomat, einer von acht, mit denen die Nachrichtenagentur Reuters sprach. "Die Sorge ist, dass es ein schlechtes erstes Abkommen geben wird, das endlose Folgeprobleme schafft." Das Weiße Haus wies die Kritik an Verhandlungsstil, Team, Zielen und den potenziellen Gefahren eines schnellen Deals zurück. Präsident Trump habe gezeigt, dass er im Namen der USA gute Vereinbarungen erzielen könne und werde nur eine akzeptieren, die Amerika an die erste Stelle setze, teilte Sprecherin Anna Kelly mit.
