FC Bayern: Stammplatz-Gefahr für Bayern-Neuzugang – Gnabry macht Druck - BILD
München – Nach dem 0:0 gab Bayern-Trainer Vincent Kompany (40) seinen Stars einen Tag frei, um zu regenerieren und den Mini-Dämpfer zu verarbeiten. Am Montagmittag startete der deutsche Rekordmeister mit der Vorbereitung auf das erste Spiel in der Ligaphase der Champions League am Donnerstag (21 Uhr/DAZN und hier im BILD-Liveticker) gegen den norwegischen Vizemeister Bodø/Glimt.
Wie schon in der vergangenen Woche war auch Offensiv-Star Serge Gnabry (31) im Mannschaftstraining dabei. Der deutsche Nationalspieler hinterließ auch am Montag einen fitten Eindruck, konnte bei allen Übungen voll mitziehen und hatte in der rund 70-Minuten-Einheit obendrein sehr gute Laune. Es scheint, als ob Gnabry den Trainingsrückstand nach seinem Adduktoren-Ausriss im rechten Oberschenkel vor viereinhalb Monaten fast vollständig aufgeholt hat.
Schon am Donnerstag im Heimspiel gegen Bodø/Glimt könnte Gnabry das erste Mal wieder in den Kader zurückkehren. Sein Comeback hätte wohl insbesondere Konsequenzen für Bayern-Neuzugang Ismael Saibari (25/kam für rund 50 Mio. Euro aus Eindhoven)!
Der Marokko-Star steht trotz eines Super-Auftritts gegen Stuttgart (zwei Vorlagen beim 5:1) nach einem mäßigen Auftritt gegen Schalke (0:0) schon leicht in der Kritik. Sky-Experte Didi Hamann (53) sagte im Fußball-Talk „Sky90“ am Sonntag: „Ein Saibari ist ein wunderbarer Fußballer, aber er ist zu langsam. Der ist ja nicht schnell, er ist wie ein schlechter Kane.“ Und weiter: „Bei Saibari sagen sie, dass er vier Positionen spielen kann. Ich glaube, die einzige Position, die Saibari spielen kann, ist hinter Kane, weil er auf Außen zu langsam ist. Da ist Gnabry aber eine Klasse besser.“
Klar ist: Gnabry dürfte schon ganz bald um den Platz auf der Zehn wieder kräftig mitmischen! Dann wird sich Saibari seine vorhandenen herausragenden fußballerischen Qualitäten noch konstanter auf den Rasen bringen müssen, um seinen Platz nicht zu verlieren. In zwei Pflichtspielen hintereinander, dem DFB-Pokalspiel in Osnabrück (4:1) und am Wochenende in der Bundesliga, durfte Saibari von Beginn an ran. Insbesondere bei der Nullnummer gegen den Aufsteiger hatte der Marokko-Star als Flügelspieler nur ganz wenige Momente im Angriff.
Das Problem für Saibari: Mit Gnabry macht nun noch ein Weltklasse-Spieler dem marokkanischen Nationalspieler Konkurrenz für den Platz auf der Zehnerposition. Saibari droht in den nächsten Wochen gar die Bank oder nur eine Rotationsrolle!
Auf Saibaris Lieblingsposition kompensierte zuletzt Allrounder Nathaniel Brown (23) die Ausfälle von Superstar Jamal Musiala (23/kurze Bewusstseinsstörungen) und Gnabry. Der Neuzugang aus Frankfurt (50 Mio. Euro Ablöse) zeigte sehr ordentliche Leistungen in der für ihn ungewohnten Rolle. Jetzt wird es für Saibari noch schwieriger auf der Zehn, denn DFB-Star Musiala feierte nach seinen beiden Zusammenbrüchen aufgrund von Absencen wegen neurologischen Dysfunktionen schon auf Schalke sein Comeback – und nun steht auch Gnabry in den Startlöchern. Dem Marokkaner drohen schwierigere Wochen in München.
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