Gewalttaten nehmen drastisch zu: Zahl tatverdächtiger Ausländer springt nach oben

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Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen, insbesondere auch im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Besonders auffällig ist die Entwicklung nicht deutscher Straftäter in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik: Ihr Anteil steigt weiter, insbesondere bei de...

Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen, insbesondere auch im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Besonders auffällig ist die Entwicklung nicht deutscher Straftäter in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik: Ihr Anteil steigt weiter, insbesondere bei den mutmaßlichen Gewalttätern.

Die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) im Auftrag des Bundesinnenministeriums weist einen abermaligen Anstieg der Straftaten in Deutschland aus. Wie aus einer Übersicht des Bundeskriminalamts hervorgeht, wuchs die Zahl aller registrierten Straftaten im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf 5,94 Millionen Fälle. Ohne ausländerrechtliche Verstöße wie illegale Einreise oder unerlaubter Aufenthalt in der Bundesrepublik liegt die Zahl bei 5,64 Millionen Straftaten. Das sind 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr und 7,0 Prozent mehr als noch 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie. Ein deutlicher Zuwachs ist bei der Gewaltkriminalität zu beobachten: 214.000 Fälle entsprechen einem Zuwachs von 8,6 Prozent seit 2022 beziehungsweise 18,3 Prozent mehr im Vergleich zu 2019.

"Wir sehen eine gestiegene Gewaltkriminalität, mehr Jugend- und mehr Ausländerkriminalität. Mir ist wichtig, dass der Rechtsstaat hart gegen Gewalt durchgreift. Hier gilt: null Toleranz", erklärte Innenministerin Nancy Faeser bei der Vorstellung der Statistik in Berlin. "Das heißt konkret: schnelle Verfahren, spürbare Strafen. Ausländische Täter müssen Deutschland deutlich schneller verlassen. Die von uns geschaffenen strengen Abschieberegeln gilt es jetzt durchzusetzen", so die SPD-Politikerin weiter.

Die PKS ist in ihrer Aussagekraft umstritten: Die erfassten Personen sind von Bürgerinnen oder Bürgern angezeigt oder von der Polizei einer Straftat beschuldigt worden, die diese selbst beobachtet hat. Wer aber verurteilt worden ist, also tatsächlich eine Straftat begangen hat, geht aus den Zahlen nicht hervor. Zudem erfasst die PKS einerseits eine Unsumme ganz verschiedener Straftaten von Körperverletzung und Raub über bandenmäßigen Betrug und Cyberkriminalität bis hin zu Kleinstdelikten wie dem Besitz kleiner Drogenmengen oder Ladendiebstahl. Wissenschaftler kritisieren zudem Zerrbilder, die durch die schlichte Unterteilung in deutsche und nicht deutsche Straftäter entstehen.

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