Kommentar zur deutschen Olympiabewerbung: München ist qualifizierter Außenseiter
Kommentar Deutsche Olympiabewerbung München ist qualifizierter Außenseiter Stand: 26.09.2026 • 20:23 Uhr
Mit München bewirbt sich der Deutsche Olympische Sportbund für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Das Konzept ist gut und die Bevölkerung nachweislich sportbegeistert. Das bringt München Außenseiter-Chancen ein.
London, Rio, Tokio, Paris: Das sind die Gastgeberstädte der letzten vier Sommerspiele. Weltbekannte Metropolen. Wenn es eine deutsche Stadt gibt, die in diesen Kreis gehört, dann ist es Berlin. Die Hauptstadt mit einer wirklich überzeugenden Bewerbung und dem Rückhalt der eigenen Bevölkerung wäre der aussichtsreichste deutsche Kandidat gewesen.
Über die Qualität der Berliner Bewerbung kann man streiten, echte Begeisterung in der Bevölkerung gab es dort aber nie und nach dem politischen Wahlergebnis des vergangenen Sonntags war es für den DOSB unmöglich mit Berlin an den Start zu gehen.
Nun also München. Auf den gerade erteilten doppelten Zuschlag für das Championsleague Finale 2028 und die Leichtathletik-WM 2031 folgt der Start ins olympische Rennen. Mit einem guten Konzept, mit einer nachweislich sportbegeisterten Bevölkerung und mit einem Bewerbernamen München - oder Munich -, mit dem man international nicht als Favorit, aber doch als qualifizierter Außenseiter dabei sein wird.
Das wäre mit KölnRheinRuhr nicht der Fall gewesen - bei aller Sympathie für die Ideen dieser Bewerbung. München ist nicht London, Rio, Tokio oder Paris. Aber immerhin größer und bekannter als der Ausrichter der übernächsten Sommerspiele - Brisbane, in Australien. So war München heute die bestmögliche Wahl.
Es wäre tatsächlich eine große Chance, wenn sich diese Wahl international durchsetzt - für Deutschland und ganz nebenbei auch für die Olympische Idee.
Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesthemen | 26.09.2026 | 21:45 UhrDas Erste | tagesschau | 26.09.2026 | 20:00 Uhr


