Los Angeles: Lucas Museum für Narrative Art wird eröffnet

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Fotos, Requisiten, Kostüme: Im neuen Museum von Stars-Wars-Erfinder George Lucas kommen Fans auf ihren Geschmack. Aber Star Wars macht nur sieben Prozent des Museums aus. Antje Sieb verrät, was sonst noch zu sehen ist.

Lucas Museum in Los Angeles Mehr als nur Star Wars Stand: 22.09.2026 • 11:28 Uhr

Fotos, Requisiten, Kostüme: Im neuen Museum von Stars-Wars-Erfinder George Lucas kommen Fans auf ihren Geschmack. Aber Star Wars macht nur sieben Prozent des Museums aus.

In Los Angeles eröffnet heute das Lucas Museum für Narrative Art - was übersetzt so viel wie Erzählkunst bedeutet. Gemeint sind damit Bilder, die Geschichten erzählen. Star Wars Regisseur George Lucas plant zusammen mit seiner Frau Mellody Hobson das Projekt seit Jahren und macht dort jetzt Teile seiner Privatsammlung für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das neue Museumsgebäude ist ein riesiges, leicht tailliertes Oval mit gewölbten Dachgärten. Alles an dem silberglänzenden Bau wirkt rund und organisch. Architekt Ma Yansong sagt, man könne vieles darin erkennen: "Aus einer Blickrichtung ist es vielleicht ein Raumschiff, das gleich abhebt - aber es sieht aus jeder Richtung anders aus. Für mich ist es eine Wolke, ein lebendes Wesen. Das sollte man für sich selbst entdecken."

George Lucas will mit seinem Museum etwa Illustratoren oder Comiczeichnern zu mehr Anerkennung verhelfen, weil er findet, sie kämen in Museen sonst häufig zu kurz. Und er will niemandem vorschreiben, was Kunst ist und was nicht. Was zählt, sei der eigene Eindruck: "Wenn es dich emotional anspricht, ist es Kunst", sagt er. "Wenn nicht, gehe einfach weiter zum nächsten Stück." Aus dem weitläufigen Foyer bringen drei runde gläserne Aufzüge Besucher nach oben zu den Hauptausstellungsräumen.

Einzelne Künstler wie Norman Rockwell haben eigene Galerien. Oft ist das Thema aber auch sehr weit gefasst: Abenteuer, Liebe, Familie oder Sport. An den Wänden Illustrationen, Gemälde - etwa von Frida Kahlo und Diego Riviera - aber auch Fotografien, und dazwischen Modelle aus Filmen oder Statuen, etwa eine von Indiana Jones vor der Abenteuer-Galerie.

Man kann die Stücke einfach auf sich wirken lassen. Wer allerdings gerne zusätzliche Information und Einordnung hätte, der muss den digitalen Katalog befragen, erklärt Kurator Ryan Linkof. "Wir haben einen digitalen Führer, wir haben zu allen Objekten Informationen, haben bei allem nachgeforscht, wann es zum ersten Mal erschienen ist, welche Geschichte es bebildert hat, das kann man dort nachlesen."

Es gibt auch eine eigene Star-Wars-Ausstellung. "Star Wars in Motion" zeigt Fortbewegungsmittel aus allen Ecken des Universums - etwa General Grievous' Radgleiter, Luke Skywalkers Landgleiter und einen Sandkriecher aus dem ersten Film, Imperiale Speeder Bikes aus "Die Rückkehr der Jedi Ritter", und jede Menge Kostüme, von Prinzessin Leia über Darth Vader bis hin zu C3PO.

"Wir sind stolz auf unsere Star Wars Connection - das macht aber nur sieben Prozent des Museums aus, wir haben eine große Bandbreite. Von Höhlenmalerei über Comiczeichnungen bis zur Galerie der Wandgemälde", sagt Museumschefin Tracey Bates.

Direkt um die Ecke kann man mehrere Banksy-Werke bewundern, und danach aufs Dach rausgehen. Oder unten im Erdgeschoss in den zwei großen Kinosälen einen Blick auf das ständig laufende Programm werfen.

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Die Galerie im Erdgeschoss soll eine Reise durch das darstellen, was das Museum unter Narrative Art versteht: Man wandert durch Höhlenmalerei vorbei an Sphinxen in eine Art sixtinische Kapelle - das ist irgendwie ein sehr amerikanisches Konzept. Die Gärten rund ums Museum sind ganz ohne Eintritt zugänglich.

Sie sollen auch ein Angebot sein für das benachbarte Viertel South Los Angeles, wo das Durchschnittseinkommen niedrig ist und Grünanlagen Mangelware. Landschaftsarchitektin Mia Lehrer ist stolz auf hängende Gärten, Rasenflächen mit Statuen, und mäandernde Pfade, wo früher ein Parkplatz war.

Dieses Thema im Programm: BR24 Radio | Nachrichten | 22.09.2026 | 10:25 Uhr

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