Nach Richterspruch - Weißes Haus lässt CNN-Reporter wieder zu
Nach Richterspruch Weißes Haus lässt Reporter wieder zu Stand: 24.09.2026 • 19:20 Uhr
US-Präsident Trump hatte CNN und andere Medien tagelang ausgesperrt. Auch nach einem Richterspruch verweigerte das Weiße Haus Reportern zunächst den Zugang. Jetzt gab die Trump-Regierung nach.
Nun dürfen sie erst mal wieder aus dem Weißen Haus berichten. Die von US-Präsident Donald Trump verbannten Reporter der Sender CNN und MS NOW haben wieder Zugang zum Weißen Haus.
Die beiden US-Sender teilten mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Das Weiße Haus erklärte, auch der Plattform Politico, die zum Springer-Konzern gehört, sei der Zugang wieder erlaubt worden.
Trotz einer nächtlichen richterlichen Anordnung hatte das Weiße Haus Journalisten der Sender CNN und MS NOW sowie des Portals Politico am Morgen zunächst weiter den Zutritt verweigert. Die drei betroffenen Medien wandten sich daraufhin erneut an das zuständige Gericht. Sie verlangten eine dringende Folgeanhörung.
Trump hatte am Freitag erklärt, er werde den Sendern MS NOW und CNN sowie dem Newsportal Politico keinen Einlass mehr ins Weiße Haus gewähren, da sie Falschnachrichten verbreiteten - ein Vorwurf, den er immer wieder gegen Medien erhebt, die kritisch über ihn oder die Regierungspolitik berichten.
Die von Präsident Trump verhängte Sperre sei wahrscheinlich verfassungswidrig, so das Gericht. mehr
US-Bezirksrichter Tim Kelly hatte das Verbot vergangene Nacht für zunächst 14 Tage ausgesetzt. Er erklärte zur Begründung, der Entzug der Akkreditierungen verletze wahrscheinlich die verfassungsmäßigen Rechte der Journalisten auf ein ordentliches Verfahren.
Zudem äußerte der Richter Zweifel an den Argumenten des US-Justizministeriums, das die Sperre mit der nationalen Sicherheit begründet hatte.
Nach dem Rausschmiss aus dem Weißen Haus wehren sich CNN und die anderen Medien juristisch und bekommen Unterstützung. mehr
Nach dem Ausschluss der drei Medien hatten sich andere große Sender solidarisch gezeigt. ABC, CBS, NBC und selbst der Trump-nahe Sender Fox News erklärten, sie würden vorerst nicht mehr über Auftritte des Präsidenten in vollem Umfang berichten. Keine Regierung dürfe die Arbeit von Medienunternehmen einschränken, nur weil sie deren Berichterstattung missbillige.
Dieses Thema im Programm: BR24 Radio | Nachrichten | 24.09.2026 | 15:45 UhrDas Erste | tagesschau | 24.09.2026 | 08:30 Uhr


