Nach Sex-Sperre: Kansas City Chiefs verpflichten Skandal-Kicker Tucker - BILD

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Diese Personalie sorgt in der NFL für heftige Diskussionen. Die Kansas City Chiefs haben Skandal-Kicker Justin Tucker (36) unter Vertrag genommen! Zunächst nur als Mitglied im Trainingskader. Doch das Signal ist klar: Nachdem Harrison Butker (31) beim peinlichen 3:20 bei den Seat...

Diese Personalie sorgt in der NFL für heftige Diskussionen. Die Kansas City Chiefs haben Skandal-Kicker Justin Tucker (36) unter Vertrag genommen! Zunächst nur als Mitglied im Trainingskader. Doch das Signal ist klar: Nachdem Harrison Butker (31) beim peinlichen 3:20 bei den Seattle Seahawks zwei Field Goals versemmelte, soll Tucker Druck auf den „Buttkicker“ (Hinterntreter) ausüben. Tucker war einst einer der besten Kicker der Liga. Doch seit 2024 hat er kein einziges Spiel mehr bestritten. Grund: ein Sex-Skandal!

Die Baltimore Ravens hatten den fünfmaligen All-Pro-Kicker daraufhin vor der Saison 2025 nach 13 (!) Jahren entlassen. Die NFL sperrte Tucker zudem für zehn Spiele! Obwohl er keinen neuen Job fand, wurde die vergangene Spielzeit von der Liga auf die Sperre angerechnet. Heißt: Tucker darf prinzipiell wieder eingesetzt werden.

Die Vorwürfe gegen ihn waren schwerwiegend. Tucker soll 16 Masseurinnen aus acht exklusiven Spas und Wellness-Centern in Baltimore sexuell belästigt haben. Die Übergriffe sollen sich schon zwischen 2012 und 2016 ereignet haben. Doch erst 2025 kam die Sache durch mehrere Artikel im „The Baltimore Banner“ ans Licht. Nach dem ersten Bericht hatten sich immer mehr Frauen bei der Zeitung gemeldet.

Sie berichteten von skandalösen Übergriffen: Tucker habe sein erigiertes Geschlechtsteil entblößt, einige Therapeutinnen mit seinem Penis berührt und „feuchte Flecken“ auf den Behandlungstischen hinterlassen. Eine Masseurin nannte sein Verhalten „wirklich erniedrigend“. Eine andere sagte: „Ich kann mir keinen Sport mehr anschauen. Ich sehe überall sein Gesicht.“

Tucker und seine Anwälte hatten die Anschuldigungen stets entschieden zurückgewiesen. In einer Pressemitteilung hieß es: „Mr. Tucker hat sich während keiner Massage-Therapiesitzung jemals unangemessen verhalten, und schon gar nicht in der beschriebenen Weise … Jede gegenteilige Behauptung ist eine frei erfundene und völlig haltlose Anschuldigung.“ Über strafrechtliche Konsequenzen oder Zivilklagen der Frauen ist nichts bekannt. Die NFL verhängte jedoch nach eigenen Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen die „Personal Conduct Policy“ (Richtlinien zum persönlichen Verhalten) eine drastische Strafe.

Darum gab es nach der Verpflichtung von Tucker im Internet heftigen Gegenwind für die Chiefs. Headcoach Andy Reid (68) verteidigte die Entscheidung jedoch: „Er hat seine Sperre abgesessen und diese Angelegenheit geregelt. Ich belasse es dabei. Wir versuchen, unsere Hausaufgaben so gut wie möglich zu machen, sprechen mit vielen Leuten und stellen sicher, dass alles in Ordnung ist.“

Einzelheiten zum Überprüfungsverfahren wollte Reid nicht erläutern: „Ich werde mich nicht auf all das einlassen. Um ihn hierher zu holen, habe ich meine Hausaufgaben gemacht. Er ist hier und er ist im Practice Squad, also machen wir damit weiter.“

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Auch Superstar Patrick Mahomes (31) bemühte sich um eine diplomatische Antwort: „Wir hatten eine Menge Leute, die wir dazugeholt und rausgenommen haben. Ich versuche, mich von so etwas nicht zu sehr mitreißen oder runterziehen zu lassen. Ich weiß, dass [General Manager Brett] Veach [und die sportliche Führung] einen großartigen Job machen, hervorragende Spieler zu uns zu holen.“

Heftige Kritik äußerte dagegen Julie Donelon von der Hilfsorganisation MOCSA gegen sexuelle Gewalt: „Jemanden zu verpflichten, gegen den solche Anschuldigungen vorliegen, sendet ein Signal an all diese Menschen, dass es wichtiger ist, diese Person im Team zu haben, als Betroffenen zu glauben und sie zu unterstützen.“

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