Tarifkonflikt mit IG Metall: Arbeitgeber sehen weitere 300.000 Jobs in Industrie in Gefahr
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall streitet sich mit der Arbeitnehmervertretung der Metall- und Elektroindustrie um höhere Entgelte. Derzeit ist kein Ende des Tarifkonflikts in Sicht - vor diesem Hintergrund warnt Gesamtmetall vor einer weiteren "Deindustrialisierung".
Inmitten des laufenden Tarifkonflikts in der Metall- und Elektroindustrie malt der Arbeitgeberverband Gesamtmetall die Gefahr des Abbaus mehrerer Hunderttausend Jobs an die Wand. "Seit 2019 hat die Deindustrialisierung allein in der Metall- und Elektro-Industrie 350.000 Arbeitsplätze gekostet", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Oliver Zander, der "Bild"-Zeitung.
"Angesichts der Unterauslastung sind weitere 300.000 Arbeitsplätze allein in der M+E-Industrie in den nächsten zwei bis drei Jahren bedroht." Mit dann nur noch 3,4 Millionen Beschäftigten wäre das "der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung 1990", so Zander.

