Teile des Batterieherstellers Varta gehen ins Insolvenzverfahren
Kriselnder Batteriehersteller Insolvenzverfahren für Varta beginnt Stand: 01.10.2026 • 13:38 Uhr
Für vier Gesellschaften des angeschlagenen Batterieherstellers Varta beginnt ein Insolvenzsverfahren. Ziel ist es, neue Eigentümer für die Firmen zu finden. Die Chancen stehen wohl nicht schlecht.
Das Amtsgericht Stuttgart hat die Insolvenzverfahren über vier Varta-Gesellschaften eröffnet. Nach Angaben des Konzerns handelt es sich um die VARTA AG, die VARTA Microbattery GmbH, die VARTA Storage GmbH und die VARTA Micro Production GmbH.
Das Unternehmen aus dem schwäbischen Ellwangen hatte Mitte Juli nach eigenen Angaben zunächst für die Varta AG als Konzernmuttergesellschaft sowie drei weitere Einheiten einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt.
Bei den vier von der Insolvenz betroffenen Unternehmen arbeiteten nach Angaben des Insolvenzverwalters Tobias Wahl von der Kanzlei Anchor in Ellwangen circa 2.300 Menschen.
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Der Insolvenzverwalter des strauchelnden Batterieherstellers erwartet für das Unternehmen in den kommenden Monaten eine Investorenlösung. "Das Interesse an den technologischen Kernkompetenzen von Varta ist im Markt unverändert vorhanden", teilte Wahl mit.
Auch das Unternehmen erwartet einen erfolgreichen Abschluss des Verkaufsprozesses noch in den kommenden Monaten. Ob es sich bei den Interessenten um Finanzinvestoren oder auch Industrieunternehmen handele, konnte ein Sprecher von Wahl nicht beantworten.
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Der Geschäftsbereich mit den Haushaltsbatterien, den wichtige Geldgeber aus dem Konzern herauslösen wollten, ist vom Insolvenzverfahren nicht betroffen. Dieser ist nach Konzernangaben rechtlich und operativ eigenständig aufgestellt.
"Dank des großen Einsatzes aller Beteiligten konnte der Geschäftsbetrieb während des vorläufigen Insolvenzverfahrens stabilisiert werden", erklärt Insolvenzverwalter Wahl. Das sei eine gute Ausgangsbasis für die weitere Sanierung. Lieferanten und Kunden vertrauten weiterhin auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.
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Während an den Standorten der Geschäftsbetrieb stabilisiert werden konnte, gibt es laut Insolvenzverwalter für einen Teilbereich eine unumkehrbare Entscheidung: Für die Varta Microbattery bleibe es wegen des Wegfalls des bedeutendsten Kunden bei dem bereits im Frühjahr beschlossenen Produktionsaus.
Das betreffe die Fabrik im bayerischen Nördlingen. Dieser Schritt werde wie geplant umgesetzt, heißt es. Als Folge verlieren rund 350 Menschen ihren Arbeitsplatz. Die Schließung wurde bereits Mitte Mai angekündigt. Varta hatte im Frühjahr seinen wichtigsten Kunden verloren: Apple will die wiederaufladbaren Knopfzellen für seine "AirPods"-Kopfhörer künftig aus China beziehen.
Dieses Thema im Programm: SWR 4 BW Studio Ulm | Nachrichten | 01.10.2026 | 06:30 Uhr
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