Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 04:23 Ukraine: Angriff auf russische Warn-App war Vergeltung +++

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Das Hacken des russischen Warnsystems vor Luftangriffen ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein ukrainischer Gegenangriff mit gleicher Münze gewesen. "Wir reagieren nur auf ihre Angriffe", sagt Selenskyj dem US-Sender PBS. "Sie haben unser System angegriffen. Das w...

Das Hacken des russischen Warnsystems vor Luftangriffen ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein ukrainischer Gegenangriff mit gleicher Münze gewesen. "Wir reagieren nur auf ihre Angriffe", sagt Selenskyj dem US-Sender PBS. "Sie haben unser System angegriffen. Das war ein Cyberangriff", sagt er weiter. Natürlich habe sich die Ukraine dagegen gewehrt. Die Warn-Apps der beiden Kriegsparteien informieren ihre Bürger unter anderem über drohende Luftangriffe. Russland greife mit Cyberattacken immer wieder Ziele an, um der Zivilbevölkerung zu schaden, darunter auch ukrainische Banken oder das Rentensystem, erklärt Selenskyj weiter.

+++ 02:38 USA: Gespräche zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi am 10. November +++

Die USA wollen Delegationen aus der Ukraine und Russland am 10. und 11. November in Abu Dhabi zu Gesprächen über eine Beendigung des Krieges zusammenbringen. Dabei solle es um Sicherheitsvereinbarungen für die Nachkriegszeit, eine Deeskalation und humanitäre Maßnahmen gehen, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter. Für die USA sollen die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner an den Verhandlungen teilnehmen. Der russische Präsident Wladimir Putin habe nach einem Treffen mit Witkoff vor zwei Wochen in St. Petersburg einer neuen Runde dreiseitiger Beratungen zugestimmt. Dem Regierungsvertreter zufolge kommen US-Gesandte bereits in dieser Woche in Brüssel mit Vertretern aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, der EU und der Nato zusammen.

Nach einer Warnung vor einer Bedrohung im eigenen Luftraum haben die lettischen Streitkräfte in der Nacht Entwarnung gegeben. Das Objekt sei vermutlich auf lettischem Boden in einem Gebiet nahe der russischen Grenze niedergegangen, teilt das Militär mit. Zuvor hatte die Armee die Bevölkerung alarmiert. "Bringen Sie sich in Sicherheit! Es besteht eine Bedrohung im lettischen Luftraum", heißt es in einer Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst X. Die Bewohner zweier östlicher Regionen waren aufgefordert worden, in geschlossenen Räumen Schutz zu suchen. Kampfflugzeuge der Nato seien zur Luftraumüberwachung aufgestiegen. Ukrainische Militärdrohnen sind bei Angriffen auf russische Ölhäfen in der Ostsee bereits mehrmals in den Luftraum von Finnland, Estland, Lettland und Litauen eingedrungen. Einige der Drohnen hatten dabei ihre Ziele verfehlt und Alarm in den Nachbarländern ausgelöst.

Das russische Militär hat die Ukraine nach Angaben aus Kiew seit dem Morgen mit 171 Kampfdrohnen unterschiedlicher Typen angegriffen sowie mit zehn Raketen. Die ukrainische Luftverteidigung schoss 139 Drohnen und acht Raketen ab oder setzte sie außer Gefecht. Das teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mit. "Im Laufe des 2. November, in der Zeit von 06:30 bis 19:00 Uhr, griff der Feind die Ukraine mit 171 Kampfdrohnen (davon 103 strahlgetriebene Drohnen) - darunter 'Gerbera'-Drohnen und weitere Typen - sowie mit zehn Raketen des Typs S8000 'Banderol/Dan-T' an", heißt es in der Erklärung. 

Bei russischen Angriffen auf ein Dorf im Südosten der Ukraine sind örtlichen Behörden zufolge mindestens 26 Menschen getötet worden. In Komyschuwacha in der Region Saporischschja habe es durch mehrere russische Angriffe mindestens 26 Todesopfer gegeben, teilt der örtliche Gouverneur Mychailo Semikin auf Telegram mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten auf eine Schule abgezielt, die zu "humanitären Zwecken" genutzt worden sei. "Menschen haben dort humanitäre Hilfe erhalten", teilte er mit Blick auf die getroffene Schule mit. Jeden Montag seien dort Hilfsgüter ausgegeben worden und die Russen hätten genau in dem Moment angegriffen, als die ersten Menschen dort eintrafen. Von ukrainischen Rettungsdiensten veröffentlichte Bilder zeigen ein ehemaliges Gebäude, das zu rauchenden Trümmern zerfallen war, sowie Rettungskräfte, die vor Ort im Einsatz sind. Unter den Getöteten sind Gouverneur Semikin zufolge "ein Polizeibeamter und zwei Rettungskräfte des staatlichen Rettungsdienstes".

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem neuen großangelegten russischen Angriff auf die Ukraine. Das sagte der Staatschef unter Berufung auf Geheimdienstberichte in seiner abendlichen Videoansprache. "Uns liegen Geheimdienstinformationen vor, dass Russland einen neuen massiven Angriff auf unser Land vorbereitet - wobei es vor allem auf Energie- und Logistikeinrichtungen abzielt", so Selenskyj. Die Russen setzten darauf, dass sich die Aufmerksamkeit der Welt auf "die amerikanischen Zwischenwahlen" richte und die Geschehnisse in der Ukraine dabei übersehen würden, so der ukrainische Präsident. "Wir brauchen Signale aus der Welt an Russland, die deutlich machen, dass Terror zwecklos ist und keinerlei Vorteile bringt. Solange dieser Krieg andauert, wird ihr Öl brennen, und sie werden kein Geld mehr durch Geschäfte mit der Welt verdienen können", betonte Selenskyj.

Nach Angaben von Serhij "Flash" Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Präsidenten für Verteidigungstechnologien, ist über Kiew eine Art "Schutzschirm" errichtet worden. Dieser stört die Funkverbindungen, welche von "Shahed"-Drohnen genutzt werden, erklärte Beskrestnow bei Facebook. Mit dem sogenannten Mesh-Netzwerk würden russische Truppen die Drohnen und ihre Munition fernsteuern.

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https://www.n-tv.de/politik/05-35-Geheimdienst-SBU-zeigt-Video-der-Heimkehrer-aus-Oleschki-id30859357.html
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