Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 06:14 Ukraine attackiert Ölraffinerie im russischen Sysran +++

Direct Source Verification: This story is aggregated from n-tv (n-tv.de). Full reporting rights and copyright belong to the primary publisher.
Ein russischer Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml hat die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des ältesten Sohnes von US-Präsident Donald Trump finanziert. Dies bestätigen Donald Trump Jr. und seine Frau Bettina Trump, nachdem bereits die Investigativ-Website "ProPublica" dar...

Ein russischer Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml hat die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des ältesten Sohnes von US-Präsident Donald Trump finanziert. Dies bestätigen Donald Trump Jr. und seine Frau Bettina Trump, nachdem bereits die Investigativ-Website "ProPublica" darüber berichtet hatte. Beide erklären im Onlinedienst Instagram, ihr "lieber Freund" Umar Kremlew habe im Mai auf den Bahamas "sehr großzügig zwei unglaubliche Nächte" voller Feierlichkeiten ausgerichtet. Laut "ProPublica" hatte Kremlew die Kosten für die Feiern in Höhe von hunderttausenden Dollar übernommen. "Es war ein außerordentlich großzügiges Hochzeitsgeschenk eines Freundes - etwas, wofür wir unglaublich dankbar waren und weiterhin sind", schreibt das Paar. Präsident Trump hatte weder an der Hochzeit seines Sohnes noch an den anschließenden Feiern teilgenommen. Der US-Präsident begründete dies damit, dass er während der Gespräche über den Iran-Konflikt in Washington bleiben müsse. 

Eine russische Fregatte hat am Donnerstag in internationalen Gewässern vor der dänischen Küste nach Angaben aus Kopenhagen zwei Leuchtkugeln auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert. Die Geschosse hätten den Helikopter knapp verfehlt, teilt das Militär des Nato-Landes mit. Der Hubschrauber sei auf einem Routineeinsatz gewesen, um die russische Fregatte zu fotografieren. Bei der Leuchtmunition handele es sich um Pyrotechnik, die auf See üblicherweise als Warnsignal genutzt werde, heißt es in der Mitteilung weiter. Wegen des Vorfalls will Dänemark den russischen Botschafter einbestellen. Dies kündigte Verteidigungsminister Jeppe Bruus im dänischen Sender TV2 an. Eine russische Stellungnahme zunächst nicht vor.

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un sagt Russland weitere Unterstützung zu und bezeichnet Moskaus Krieg gegen die Ukraine als „heilig“. In einem Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin bekräftigt Kim laut AFP unter Berufung auf nordkoreanische Staatsmedien das Engagement Nordkoreas, die Zusammenarbeit mit Moskau auszubauen und Russlands Kriegsanstrengungen zu unterstützen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Russische Föderation in diesem heiligen Krieg zur Verteidigung der Sicherheitsinteressen des Landes und der internationalen Gerechtigkeit den Sieg davontragen wird. Ich verspreche Ihnen, meinem lieben Freund, und dem brüderlichen russischen Volk meine unerschütterliche Unterstützung“, schreibt Kim laut der Koreanischen Zentralen Nachrichtenagentur (KCNA). Pjöngjang hat Waffen und Truppen zur Unterstützung der russischen Streitkräfte bereitgestellt, während Analysten davon ausgehen, dass Nordkorea im Gegenzug wirtschaftliche Hilfe und Zugang zu russischer Militärtechnologie erhalten hat. 

Die Europäische Union hat beschlossen, die Frist für die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland zu verschieben, wodurch den Verantwortlichen weitere sieben Tage Zeit bleiben, um eine Einigung zu erzielen. Frankreich setzt sich Berichten zufolge dafür ein, den mit Sanktionen belegten usbekisch-russischen Oligarchen Alisher Usmanov von der Liste zu streichen, um mehrere derzeit dort inhaftierte französische Staatsbürger freizubekommen. Die Slowakei will zudem die Streichung des mit Sanktionen belegten Magnaten Michail Fridman, einem der reichsten Männer Russlands, erreichen. "Dies ist definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, um Sanktionen aufzuheben, definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, um russische Oligarchen vor Sanktionen zu schützen, und definitiv nicht der richtige Zeitpunkt für Europa, Russland irgendwelche Geschenke zu machen", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Usmanow, Fridman und andere russische Persönlichkeiten dieser Art haben noch keine Schritte gegen den Krieg unternommen." 

Ukrainische Streitkräfte haben die Ölraffinerie in Sysran im russischen Gebiet Samara angegriffen, wie Behörden und Kriegsblogger berichten. Nach Angaben des Telegram-Kanals "Exilenova Plus" brachen an mehreren Stellen innerhalb des Geländes Brände aus, nachdem das Gelände von ukrainischen Drohnen getroffen worden war. Der Gouverneur des Gebiets Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, erklärte später, dass über 40 ukrainische Drohnen über dem Gebiet der Region abgeschossen worden seien. 

Die Zahl der hybriden Angriffe Russlands auf Nato-Staaten nimmt nach Angaben aus dem Militärbündnis deutlich zu. Allein im vergangenen Jahr wurden demnach mehr als 200 erfasst. Dabei seien die alltäglichen Cyberangriffe nicht eingerechnet, erklärt ein ranghoher Nato-Beamter in Brüssel. Von diesen gebe es allein gegen das Nato-Hauptquartier jeden Monat Tausende. Zum Fall der Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle sagte der Nato-Vertreter, der gefundene Sprengstoff deute nach seiner Einschätzung darauf hin, dass ein russischer Geheimdienst direkt involviert gewesen sei. "Semtex ist nichts, was man irgendeinem Jugendlichen in die Hand drückt, den man beim Videospielen rekrutiert hat", sagt er. Russland verfolgt nach Einschätzung der Nato unter anderem das Ziel, die politische und praktische Unterstützung für die Ukraine zu untergraben und sich auf eine mögliche weitere Eskalation vorzubereiten. Dazu gehören etwa das Auskundschaften kritischer Infrastruktur und Logistikketten sowie das Vorpositionieren von Schadsoftware in wichtigen industriellen Steuerungssystemen.

Trotz einer Entscheidung der Europäischen Union, wehrfähige Ukrainer nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung der ukrainischen Behörden einreisen zu lassen, sind in den vergangenen drei Monaten rund 6000 weitere von ihnen nach Deutschland gekommen. Das ergibt sich aus Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Insgesamt hat sich demnach die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge nur unwesentlich verändert. 1.358.212 von ihnen hielten sich Ende August in Deutschland auf. Zu Jahresbeginn waren es 1.329.904.

Russland nimmt die ukrainische Bahn nach Angaben von Bahnchef Oleksandr Perzowskyi immer heftiger unter Beschuss. Russland greife "praktisch ununterbrochen" Bahninfrastruktur in der Ukraine an, sagt der Chef der staatlichen Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja. Zuletzt hätten die Angriffe exponentiell zugenommen. "Jede Monat, jede Woche ist in der Regel schlimmer als die vorherige", so Perzowskyi. Am Sonntag hatten russische Angriffe auf Bahnstrecken in der Ukraine auch das Nachbarland Polen und die EU aufgeschreckt: Unweit der Grenze zu Polen traf eine russische Drohne die Lokomotive eines Passagierzugs auf der Strecke von Kiew nach Warschau.

Die jüngsten Angriffe Russlands auf Bahnstrecken in der Ukraine zeigen nach Ansicht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte die "Verzweiflung" des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Russland gerate in der Ukraine "zunehmend in Schwierigkeiten" und schlage "mit rücksichtslosen und gefährlichen Angriffen um sich", sagt Rutte. Der Angriff auf einen Passagierzug in der Ukraine zeige, "wie verzweifelt Putin inzwischen ist". Putin versuche mit solchen Angriffen "Angst und Schrecken zu verbreiten", sagt Rutte. Moskau werde damit aber nicht erreichen, dass die Unterstützung der Nato-Länder für die Ukraine aufhört. "Sie wächst nur noch weiter."

Über Litauen haben Kampfflugzeuge der Nato eine Drohne abgeschossen. "Ich danke den Einsatzkräften der Allianz für ihre schnelle Reaktion", schreibt Präsident Gitanas Nauseda auf X. "Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit unseren Nato-Verbündeten wird Litauen seinen Luftraum verteidigen." Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. 

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius reist für mehrere Tage in die USA. Dort wird er den ersten von 35 neuen Kampfjets vom Typ F-35 offiziell für die Bundeswehr in Empfang nehmen. Für diesen Dienstag ist im Pentagon in Washington ein Treffen mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth geplant. Dabei dürfte es um die Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa gehen, die Hegseth im Juni angekündigt hatte. Thema dürfte auch die Lieferung weiterer Waffen an die Europäer und die Ukraine sein - und inwiefern das aktuell überhaupt möglich ist. Denn US-Medienberichten zufolge wächst in den USA seit dem Krieg gegen den Iran die Sorge über einen möglichen Munitionsmangel. Betroffen sind demnach insbesondere Langstrecken-Lenkraketen und das Luftabwehrsysteme Patriot des US-Rüstungskonzern Raytheon.

Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärt sich zu einer von den USA vorgeschlagenen Waffenruhe bei Angriffen auf Energieanlagen bereit, stellt aber Bedingungen. Kiew werde einen solchen Schritt aber nur unterstützen, wenn die US-Regierung garantiere, dass Moskau den Krieg tatsächlich beenden wolle, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. US-Präsident Trump hatte zuvor auf Social Media erklärt, Russland und die Ukraine hätten sich darauf geeinigt, keine Energieziele des jeweils anderen mehr anzugreifen. Russland äußerte sich dazu bislang nicht. Ein Abkommen müsse verlässlich sein und echte Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben, betont Selenskyj.

Original Source
https://www.n-tv.de/politik/06-14-Ukraine-attackiert-Oelraffinerie-im-russischen-Sysran-id30859357.html
Visit n-tv ↗
SHARE STORY:
𝕏 f in

Related Coverage in Business