Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 17:19 Festnahme in Deutschland nach Anschlag auf Starlink-Station in Polen +++

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft bei seinem Besuch in Berlin Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Selenskyj wird am Abend von Steinmeier in dessen Amtssitz am Berliner Spreebogen empfangen. Dabei trägt sich der ukrainische Präsident in das Gästebuch des Bundespräsidenten ein, anschließend findet ein gemeinsames Abendessen statt. Zuvor war Selenskyj im Bundestag von Parlamentspräsidentin Julia Klöckner begrüßt worden.

Für die geplanten Gespräche der Ukraine mit Russland unter Vermittlung der USA in der kommenden Woche nennt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drei Prioritäten. "Für uns sind die Prioritäten die Energiewirtschaft und die kritische Infrastruktur. Das heißt, eine Waffenruhe für Angriffe darauf", sagt Selenskyj in Berlin. Er nennt als zweiten Punkt Getreide und ein Ende der Blockade von Transporten über das Schwarze Meer. "Daran ist auch Russland interessiert und andere Staaten in Afrika und Asien", sagt er. Der ukrainische Präsident nennt als dritten Aspekt einen Gefangenenaustausch. Er spricht von einem Austausch aller gegen alle. Nötig seien dann ranghöchste Gespräche - konkret, ein trilaterales Treffen auf der Ebene der Staatsführer. Wünschenswert sei dabei die Anwesenheit Europas.

Bundeskanzler Friedrich Merz fordert eine Einbeziehung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim Gipfel der G20-Staaten im kommenden Monat in den USA. Wenn Russlands Präsident der Einladung durch den Gipfelgastgeber, US-Präsident Donald Trump, folge und an dem Treffen teilnehme, "dann muss zuallererst über die Ukraine gesprochen werden", sagt Merz. "Und wenn über die Ukraine gesprochen wird, dann muss der Präsident der Ukraine mit am Tisch sitzen", fügt er hinzu. Aus seiner Sicht wäre es "völlig inakzeptabel, dass Drittstaaten über das Schicksal der Ukraine sprechen, ohne die Ukraine daran zu beteiligen", betont Merz. Solche Gespräche müssten "zu einem Waffenstillstand führen, und sie müssen zu einem Friedensabkommen in der Ukraine führen", fordert der Kanzler. Klar sei aber auch, dass es jedem Gastgeber frei stehe, Gäste einzuladen. Er sehe "der Vorbereitung und der Durchführung dieses G20-Treffens in Miami mit Interesse entgegen", sagt Merz.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft die Europäer zu verstärkten gemeinsamen Anstrengungen für die eigene Verteidigung auf. Auf der Berliner Sicherheitskonferenz BSC warnt er zugleich davor, sich Illusionen über die weiteren militärischen Ambitionen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu machen. "Wir sehen, dass Russland seine Entscheidung bereits getroffen hat. Es hat beschlossen, dass ein friedliches und geeintes Europa sein Feind ist. Und das ist nichts, was sich einfach so in einem Jahr in Luft auflösen wird", sagt Selenskyj. "Schauen Sie sich die militärische Infrastruktur an, die Russland in den letzten Jahren aufgebaut hat. Ist das alles nur für die Ukraine bestimmt? Es ist zu viel, als dass es nur für ein einziges Land, nämlich die Ukraine, bestimmt wäre. Es richtet sich gegen Sie."

Nach einem erfolgreichen Testflug sammelt Hypersonica 100 Millionen Euro bei Investoren ein. Das Unternehmen will eine besonders lenkbare Hyperschall-Rakete schneller und günstiger entwickeln. Auch die Nato setzt künftig stärker auf weitreichende Präzisionswaffen.

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