Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 19:33 Russlandfreundliche Amtsinhaberin gewinnt Präsidentschaftswahl in Bulgarien
Die Ukraine hat bislang keine offizielle Einladung zum G20-Gipfel erhalten. Es gebe aber Signale von Unterhändlern, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj im Interview mit CNN Türk. "Rechtlich haben wir keine Einladung erhalten, aber es gab Signale von verschiedenen Unterhändlern", so Selenskyj. Es habe zumindest Hinweise gegeben, dass Trump die Ukraine einladen und sich um ein Kriegsende bemühen werde. Sollte Trump die Ukraine offiziell einladen, werde Kiew das unterstützen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wäre zu einem direkten Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in der Türkei bereit. Das erklärt Selenskyj in einem Interview des Senders CNN Türk. Er hatte tags zuvor mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über eine mögliche Vermittlung der Türkei im Ukraine-Konflikt gesprochen. Nach seinen Worten sei auch über die Möglichkeit eines Treffens auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs im Dreierformat gesprochen worden. Wenn die Türkei dies ermöglichen könne, würde die Ukraine es akzeptieren und sich darüber freuen. Später im Interview sagt er auf die Frage, ob er bereit sei, Putin in der Türkei zu treffen: "Ja, wir sind zu einem solchen Treffen bereit."
Russland lehnt nach ukrainischen Angaben eine Verlängerung der Feuerpause in der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ab. Ein ranghoher ukrainischer Regierungsvertreter sagt der Nachrichtenagentur AFP wenige Stunden vor Auslaufen der Waffenruhe, das Außenministerium in Kiew habe Moskau eine Verlängerung vorgeschlagen. "Die Russen wollen nicht", fügt er hinzu. Die nach Angaben des Weißen Hauses von US-First-Lady Melania Trump vermittelte Waffenruhe für Oleschky in der Region Cherson war am Dienstag in Kraft getreten. Die bis Sonntagabend vorgesehene Feuerpause sollte angesichts gravierender Engpässe bei Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten eine Versorgung der Bevölkerung, Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen.
Während der lokalen Feuerpause in der Region Cherosn wurden nach Angaben des ukrainischen Journalisten Oleh Baturin die Leichen von 47 getöteten Zivilisten aus Oleschky in die besetzte Sgtadt Henitschesk gebracht. Sie sollen sechs Monate lang im Keller des dortigen Krankenhauses gelagert worden sein. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Die Waffenruhe in der Region gilt noch bis zum späten Sonntagabend.
