Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 19:34 Trümmerteile von ausländischer Drohne in Lettland entdeckt +++
Die Ukraine hat in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben von Moskaus Bürgermeister 613 Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt gestartet. Die meisten von ihnen hätten abgeschossen werden können, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin im Onlinedienst Telegram. In Moskau findet derzeit ein zweitägiger Russland-Afrika-Gipfel statt, an dem nach Angaben des Kreml die Staatenlenker von 22 afrikanischen Ländern teilnehmen.
Russland nutzt die Waffenruhe um Oleschky in der Region Cherson aus, um seine Einheiten zu verlegen, warnt derukrainische Oberleutnant und Blogger mit dem Rufnamen "Alex" auf seinem Telegram-Kanal. Demnach verlege Russland seine Drohnenmannschaft und die gesamte dazugehörige Infrastruktur näher an den Fluss Dnipro. Dadurch könne die russische Armee mit taktischen Waffensystemen tiefer in dem von der Ukraine kontrollierte Gebiet am rechten Dnipro-Ufer angreifen. "Die Situation wird sich nach Ablauf des Waffenstillstands eindeutig verschärfen. Die Lage unserer Truppen könnte sich verschlechtern, und die Bewegung von feindlichen Landungsgruppen über den Dnipro ist nicht auszuschließen", so "Alex".
Russland hat vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern Hunderten Videos und Beiträgen in den sozialen Medien verbreitet, um Parteien und Kandidaten zu verunglimpfen. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des Centers für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS). Nur AfD und BSW seien nicht diskreditiert worden, erklärt Julia Smirnova, eine der Studienautorinnen, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Oft seien auch Narrative gestreut worden, die die Spaltung zwischen Ost und West verstärken sollten. Hintergrund ist die russische Einflusskampagne "Storm-1516", die dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugerechnet wird. Die Studie stellt aber auch fest: Die Landtagswahlen seien durch diese und weitere Kampagnen nicht beeinflusst worden. Wählerentscheidungen und Wahlergebnisse liesen sich nicht als Folgen russischer Einflusskampagnen abtun.