Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 20:53 Russische Drohnen treffen Kiews Südbrücke am Dnipro +++
Ukrainische Unternehmen sehen sich nach Angaben der Ombudsstelle für Wirtschaft zunehmend mit überhöhten Steuerforderungen konfrontiert. In jedem zweiten Fall, der bei der Stelle eingehe, gehe es um Steuern, sagt Ombudsfrau Anka Feldhusen der dpa. Früher habe die Stelle viele Streitfälle mit den Finanzbehörden außergerichtlich zugunsten der Unternehmen klären können. In den vergangenen Monaten sei dies zunehmend nicht mehr möglich gewesen, sagt Feldhusen. Hintergrund seien unter anderem die hohen Kriegskosten und das große Haushaltsdefizit der Ukraine.
Die Ukraine drängt die USA auf Sanktionen gegen Unternehmen und Personen, die Russlands neues Satellitennetzwerk Rassvet unterstützen. Der "Kyiv Independent" berichtet, das System könnte russischen Streitkräften eine eigene Satellitenverbindung zur Steuerung von Kampfdrohnen über große Entfernungen ermöglichen. Kiew will Washington und den US-Kongress nach eigenen Angaben mit Informationen über die Unterstützer des Projekts versorgen. Der kommerzielle Betrieb von Rassvet soll laut einem russischen Regierungsportal 2027 beginnen.
Russland spricht nach den nächtlichen Drohnenangriffen auf die von Attacken auf Infrastruktur und Militärlogistik. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärt, zu den Zielen gehörten eine Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Fluss Dnipro in Kiew, ein Umspannwerk in der Hauptstadtregion sowie ein Industriekomplex am Hafen von Ismajil im Gebiet Odessa. Die Brücke in Kiew sei für den Transport von Truppen und militärischer Ausrüstung in den Donbass genutzt worden. Die Anlage in Ismajil habe der Versorgung der Armee mit militärischen Gütern und Treibstoff gedient. Zudem sei im Schwarzen Meer ein Frachtschiff getroffen worden, das Rüstungsgüter und zivil wie militärisch nutzbare Waren in den Hafen von Odessa transportiert habe.
Bei einem russischen Luftangriff auf Kiew ist nach Angaben der ukrainischen Behörden ein Mensch getötet worden. Wie Vertreter der Hauptstadt auf Telegram weiter mitteilen, wurden zudem zwei Personen verletzt. Ein Wohnhaus sei bei dem Angriff getroffen worden, heißt es.
Bei einem russischen Drohnenangriff auf Kiew gerät eine Schule in Brand. Schüler und Beschäftigte sind rechtzeitig im Schutzraum. Auch auf einem Spielplatz schlägt eine Drohne ein. Präsident Selenskyj wirft Russland vor, mit den Angriffen gezielt ukrainische Kinder zu terrorisieren.

