Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 20:59 Behörden: Tote bei russischem Raketenangriff auf Charkiw +++
In der Ölraffinerie Novokuibyschewsk im russischen Gebiet Samara sollen nach Drohnenattacken Feuer ausgebrochen sein. Dies berichten mehrere ukrainische Medien unter Berufung auf Telegramkanäle und Aussagen von Anwohnern. Der Kanal Exilenova+ veröffentlichte Fotos und Videos von Anwohnern, die offenbar großflächige Brände in der Umgebung der Raffinerie zeigen, wobei von über ihnen fliegenden Drohnen berichtet wird. Die Ölraffinerie in Nowokujbyschewsk gehört dem staatlich kontrollierten russischen Ölkonzern Rosneft und soll etwa 8,8 Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten. Das "Wall Street Journal" berichtete zuvor, dass ukrainische Militäreinheiten ihre Angriffe auf russische Raffinerien auf Druck der Regierung von US-Präsident Donald Trump informell ausgesetzt hätten (siehe Eintrag um 02:12).
Russland plant Insidern zufolge eine Verlängerung seines Exportverbots für Diesel bis zum Ende des Jahres. Gleichzeitig werde das Land ein Quotensystem einführen, um eine neue Liefervereinbarung mit den USA zu erfüllen, sagen zwei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund ist eine überraschende Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin von Anfang Oktober zur Lieferung russischen Diesels an die Vereinigten Staaten. Die Exportquoten sollen den Insidern zufolge im November auf zwei Millionen Tonnen vervierfacht werden. Trump will durch den Deal die hohen Dieselpreise in den USA vor den wichtigen Zwischenwahlen am 3. November senken. Es wäre die erste Lieferung dieser Art, seit die Vorgängerregierung unter Joe Biden 2022 ein Importverbot für russisches Öl und Ölprodukte verhängt hatte. Im Rahmen des neuen Abkommens hatte Trump Teile eines US-Sanktionsgesetzes gegen Russland ausgesetzt.
