USA: Trump setzt neues Sanktionspaket gegen Russland in Kraft
Paket nimmt letzte Hürde Trump setzt neue Russland-Sanktionen in Kraft Stand: 19.09.2026 • 16:52 Uhr
Einreiseverbote, Strafzölle und eingefrorene Vermögen: US-Präsident Trump hat verschärfte Sanktionen gegen Russland mit seiner Unterschrift in Kraft gesetzt. Eine scharfe Reaktion aus Russland folgte prompt.
US-Präsident Donald Trump hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit.
Das zuvor in langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossene Gesetz soll den Druck auf Russland zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erhöhen. Es sieht unter anderem US-Einreiseverbote gegen Kremlchef Wladimir Putin und eine Reihe von Militärvertretern vor. Zudem wird ihr Vermögen in den USA eingefroren. Letzteres gilt auch für russische Banken.
Die USA nehmen außerdem die sogenannte Schattenflotte ins Visier, mit deren Schiffen Moskau internationale Ölsanktionen umgeht. Zudem kann Trump Importe aus Russland in die USA mit Strafzöllen von bis zu 500 Prozent belegen. Zollaufschläge von bis zu 100 Prozent drohen außerdem für Produkte aus China oder Indien. Diese Länder gehören zu den fünf größten Importeuren russischen Rohöls oder Erdgases.
Das Gesetz lässt Präsident Trump einiges an Spielraum. mehr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Trump für das Sanktionspaket. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sprach auf X von einem "wahrhaft historischen Tag". Der Druck auf Russland werde weiter verstärkt und Putins Hoffnungen, "die internationale Unterstützung für die Ukraine zu schwächen, werden zunichte gemacht".
Aus Moskau kamen dagegen neue Drohungen. Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew forderte eine "militärische Abschreckung". Selbst über den Ozean hinweg werde "nur die Sprache der direkten militärischen Abschreckung" gehört, erklärte er im Onlinedienst Telegram.
Dieses Thema im Programm: MDR aktuell | Nachrichten | 19.09.2026 | 09:00 Uhr

