Versuchter Terror? Gewaltvorfall in Cockpit von Flydubai-Maschine
Möglicherweise versuchter Anschlag Gewaltvorfall in Cockpit von Flydubai-Maschine Stand: 30.09.2026 • 17:55 Uhr
An Bord einer Maschine von Dubai nach Tel Aviv hat ein Pilot auf den anderen mit einem Messer eingestochen. 180 Israelis waren an Bord. Israels Regierung spricht bereits von einem Anschlagsversuch.
Eine Katastrophe konnte wohl gerade noch abgewendet werden: Ein Flug der Gesellschaft Flydubai auf dem Weg nach Tel Aviv ist nach einem gewaltsamen Zwischenfall im Cockpit in Saudi-Arabien notgelandet. Nach übereinstimmenden Berichten israelischer Medien soll ein Pilot seinen Kollegen mit einem Messer verletzt haben.
Passagiere halfen demnach dabei, den Angreifer zu überwältigen. Es werde nun geprüft, ob der Angreifer versuchte, das Flugzeug gezielt zum Absturz zu bringen. Für Medienberichte, wonach in Israel zunehmend von einem gescheiterten Terroranschlag auf die Maschine mit rund 180 israelischen Passagieren ausgegangen werde, gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.
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Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, dass ein Pilot der Maschine auf den anderen Piloten im Cockpit eingestochen habe. Er habe offenbar versucht, die Maschine voller Israelis zum Absturz zu bringen.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz und Polizeiminister Itamar Ben Gvir sprachen bereits von einem versuchten Terroranschlag. Ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter sagte dem TV-Sender N12, es sei eine schwere Katastrophe verhindert worden.
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Laut israelischen Medien drehte das Flugzeug noch im saudischen Luftraum ab und landete auf dem Flughafen Tabuk. Die Fluggesellschaft Flydubai bestätigte laut dem Sender Al-Arabija einen "Vorfall" an Bord. Der Flughafen in Tabuk bestätigte die Notlandung und teilte mit, der Kapitän und der erste Offizier seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.
Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, die Maschine sei zu Beginn des Vorfalls steil in die Tiefe geflogen. Einer der Piloten habe den anderen mit Hilfe von Passagieren daran gehindert, das Flugzeug zum Absturz zu bringen.
Ynet veröffentlichte eine Videobotschaft, die einen israelischen Passagier mit blutüberströmtem Gesicht direkt nach dem Vorfall an Bord zeigen soll. "Wir haben die Terroristen überwältigt", sagte er. Auf dem Videomaterial sind Blutflecken und eine verletzte Person zu erkennen.
Eine Israelin berichtete dem Sender N12 von der Aktion: "Einige Männer standen auf und überwältigten den Angreifer", sagte sie.
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Passagiere berichteten nach der Landung, an Bord habe Panik geherrscht. Eine Frau sagte, sie habe Schreie im Flugzeug gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen. "Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden."
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Nach Informationen israelischer Medien stammt der tatverdächtige Copilot aus dem Oman. Dafür gibt es aber bisher keine offizielle Bestätigung. Zuvor hieß es, der Pilot sei russischer und der Copilot ukrainischer Herkunft. Nach russischen Behördenangaben befand sich jedoch kein eigener Staatsbürger an Bord der Maschine.
Der tatverdächtige Pilot wird nach israelischen Angaben in Saudi-Arabien befragt.
Die israelischen Passagiere wurden laut Medienberichten nach Tel Aviv geflogen.
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Israel und Saudi-Arabien unterhalten bislang keine diplomatischen Beziehungen, arbeiten jedoch nach Medienberichten hinter den Kulissen in einigen Bereichen zusammen. Eine mögliche Normalisierung der Beziehungen ist seit Jahren Gegenstand diplomatischer Bemühungen, gilt aber seit dem Gaza-Krieg als zunehmend unwahrscheinlich.
Dieses Thema im Programm: BR24 Radio | Nachrichten | 30.09.2026 | 15:34 UhrDas Erste | tagesschau | 30.09.2026 | 17:00 Uhr